Pflanzliche Heilmittel

Pflanzenheilkunde

Die Pflanzenheilkunde, auch Phytotherapie genannt, ist eine der ältesten Heilmethoden und basiert auf der Anwendung von Pflanzen und pflanzlichen Zubereitungen zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten. Dabei werden Pflanzen und deren Bestandteile wie Blätter, Wurzeln, Blüten, Samen oder Rinden verwendet, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu unterstützen. Die Wirkungen und Einsatzmöglichkeiten von Heilpflanzen sind gut erforscht und in vielen Kulturen tief verwurzelt.

Die Zubereitungs- und Anwendungsformen sind abhängig vom Krankheitsbild und der gewünschten Wirkung: Als Tee/Aufgüsse, Tinkturen (Auszuge von Heilpflanzen mit Alkohol), Salben/Cremen, Kapslen/Tabletten, Inhalationen, Bäder, Spagyrik (basierend auf Alchemie, Prinzip dieser Methode: die Trennung, Reinigung und anschliessende Wiedervereinigung der Wirkstoffe einer Pflanze, um deren Heilkräfte zu potenzieren)

Aromatherapie

Ätherische Öle enthalten verschiedene chemische Verbindungen, die je nach Zusammensetzung unterschiedliche Wirkungen auf den Körper und die Psyche entfalten können. Der Duft der Öle beeinflusst direkt das limbische System im Gehirn, das mit Emotionen und Erinnerungen verbunden ist. Dadurch können ätherische Öle das Wohlbefinden verbessern, Stress reduzieren und sogar physiologische Prozesse wie den Hormonhaushalt beeinflussen.

Bachblüten

Die Bach-Blütentherapie wurde in den 1930er Jahren von dem britischen Arzt und Homöopathen Dr. Edward Bach begründetes. Sie basieren auf Blütenessenzen, die aus wildwachsenden Blumen, Bäumen und Sträuchern hergestellt werden. Das Ziel der Bachblütentherapie ist es, negative emotionale Zustände wie Angst, Stress oder Ungeduld zu harmonisieren, um das innere Gleichgewicht wiederherzustellen. Laut Dr. Bach kann die Harmonisierung dieser seelischen Zustände die körperliche Gesundheit positiv beeinflussen.

Homöopathie

Der deutsche Arzt Samuel Hahnemann entwickelte diese alternativmedizinische Behandlungsmethode. Das Grundprinzip lautet «Similia similibus curentur», was bedeutet: «Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden». Es wird angenommen, dass eine Substanz, die in hoher Dosierung bei einem gesunden Menschen bestimmte Symptome hervorruft, in stark verdünnter Form dazu in der Lage ist, diese oder ähnliche Symptome bei einem kranken Menschen zu heilen.